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Tatsächlich Selbstständig oder Scheinselbstständigkeit, das ist hier die Frage ■

Scheinselbstständigkeit ist ein Brennpunkt, dem sich nicht nur die Finanzämter, sondern auch die Sozialkassen seit Jahren zuwenden.

Grundsätzlich soll vermieden werden, dass Arbeitnehmer nur zum Schein zu Selbstständigen werden und so die Zahlung in die Sozialkassen vermieden wird. Es gibt eine Reihe von Kriterien, die die Selbstständigkeit ausmachen und die erkennbar vorhanden sein müssen, damit eine Tätigkeit als Selbstständig anerkannt wird. Es gilt also die Frage zu klären, ob tatsächlich eine Selbstständigkeit vorliegt oder ob die Tätigkeit nur scheinbar selbstständig ausgeübt wird.

Hierzu zählen unter anderem mehrere Auftraggeber oder Kunden zu haben, frei in den eigenen Entscheidungen zu sein, unternehmerische Verantwortung zu tragen und weitere, ähnliche Kriterien. Gab es früher noch einen Katalog, anhand dessen eine Prüfung der Scheinselbstständigkeit durch den Steuerpflichtigen oder dessen Berater möglich war, ist die Prüfung, ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt nunmehr den Krankenkassen vorbehalten und wird stets anhand des Einzelfalles geprüft.

Die Auswirkungen der Fehlbehandlung einer Tätigkeit eines Arbeitnehmers als (Schein)Selbstständige Tätigkeit kann zu horrenden Nachzahlungen führen, da dann die gezahlten Gelder laut den gestellten Rechnungen als Nettoverdienst angesehen werden, auf den Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge „oben drauf“ gerechnet werden. Es ist daher dringend angeraten, die Problematik der Scheinselbstständigkeit nicht zu unterschätzen.