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Die Künstlersozialkasse ■

Die Künstlersozialkasse stellt ein Unikum in den deutschen Sozialkassen dar das immer wieder für großen Ärger bei Unternehmen sorgt.

Der Unternehmer wird hierbei gleichzeitig zum Kunstsachverständigen und Zahlungspflichtigen. Er selbst muss erkennen, ob er regelmäßig künstlerische Leistungen in Anspruch nimmt und ob die Leistung die er in Anspruch nimmt, z.B. das Gestalten der eigenen Homepage durch eine Agentur eine künstlerische Leistung im Sinne der Künstlersozialkasse ist oder nicht. Im genannten Fall ist dies dann eine künstlerische Leistung, wenn der Programmierer „frei“ in seiner Entscheidung ist, z.B. ob ein Bild links oder rechts auf der Internetseite erscheinen soll. Hat der Unternehmer für sich die Entscheidung getroffen, dass es sich um eine künstlerische Leistung handelt, so muss er selbständig den Beitrag an die Sozialkasse erheben, melden und abführen. Ein Unterlassen ist mit durchaus empfindlichen Strafen belegt.

Die Künstlersozialkasse ist ein einzigartiges Instrument der deutschen Sozialabsicherung, da sie nicht nur eine Umkehrung der Abgabepflichten, sondern auch der Meldepflichten darstellt. Offensichtlich ist der deutsche Gesetzgeber der Meinung, dass künstlerisch veranlagte Menschen nicht imstande sind Ihre soziale Absicherung selbst zu regeln und lädt diese Last allen anderen Unternehmern auf.